Tänze-ABC

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Discofox

Der Party-Tanz
Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als ab etwa 1967 im Fernsehen beim Beatclub Paare nach Discomusik einen geänderten Foxtrott getanzt haben. Mitte der 70er begann die erste große Verbreitung, als viele frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente anderer Tänze wie Two-Step, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa und Cha-Cha-Cha bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle und in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde.

Cha-Cha-Cha

Der Latino-Tanz
Der Cha-Cha-Cha ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der in den 1950er-Jahren in Kuba entstand und maßgeblich von Enrique Jorrín entwickelt wurde. Die Musik steht im 4/4-Takt, hat ein mittleres Tempo und ist durch den charakteristischen Rhythmus „2–3–Cha-Cha-Cha“ geprägt, der sich deutlich hören lässt. Genau dieser Rhythmus bildet auch die Grundlage des Tanzes: Die Schritte werden passend zur Musik auf „2, 3, 4 & 1“ gesetzt, wobei das „Cha-Cha-Cha“ einen schnellen Dreierschritt darstellt. Typisch für den Tanz sind kleine, präzise Bewegungen, eine deutliche Hüftaktion sowie ein spielerischer, oft flirtender Ausdruck. Musik und Tanz sind beim Cha-Cha-Cha eng miteinander verbunden, da die Bewegungen die rhythmischen Akzente der Musik direkt widerspiegeln und so ein harmonisches Gesamtbild entsteht.

Rumba

Der Tanz der Liebe
Die Rumba ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der aus Kuba stammt und sich im Laufe der Zeit zu einem der wichtigsten lateinamerikanischen Tänze entwickelt hat. Die Musik steht meist im 4/4-Takt, ist deutlich langsamer als der Cha-Cha-Cha und wirkt ruhig, gefühlvoll und oft romantisch. Typisch ist der Rhythmus, der im Tanz auf „2, 3, 4, 1“ gezählt wird, wobei die Bewegungen fließend und ohne hastige Schritte ausgeführt werden. Der Tanz zeichnet sich durch weiche, kontinuierliche Hüftbewegungen (Cuban Motion), enge Partnerarbeit und einen ausdrucksstarken, oft sinnlichen Charakter aus. Musik und Tanz sind auch hier eng miteinander verbunden, da die langsamen, betonten Rhythmen der Musik direkt in kontrollierte, präzise Bewegungen umgesetzt werden und so eine emotionale und harmonische Wirkung entsteht.

Jive

Der Swing Tanz
Der Jive ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der seine Wurzeln in den USA hat und stark von afroamerikanischen Tanz- und Musikformen wie Swing, Rock ’n’ Roll und Lindy Hop beeinflusst wurde. Die Musik steht im 4/4-Takt, ist schnell und energiegeladen und zeichnet sich durch einen klaren, federnden Rhythmus aus. Typisch ist die Zählweise „1, 2, 3 é 4, 5 é 6“, wobei die beiden letzten Teile als sogenannte Chassés getanzt werden. Der Tanz selbst ist lebhaft, sportlich und verspielt, mit vielen Kicks, Flicks und schnellen Gewichtswechseln. Charakteristisch sind die federnden Bewegungen, die aus den Knien kommen, sowie eine lockere, dynamische Ausstrahlung. Musik und Tanz sind beim Jive eng miteinander verbunden, da die schnelle, rhythmische Struktur der Musik direkt in die energiegeladenen Schritte umgesetzt wird und so ein mitreißendes Gesamtbild entsteht.

Samba

Klänge wie an der Copa Cabana
Die Samba ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der aus Brasilien stammt und eng mit der dortigen Kultur und dem Karneval in Rio de Janeiro verbunden ist. Die Musik steht meist im 2/4- oder 4/4-Takt, hat ein schnelles Tempo und ist durch ihren treibenden, rhythmischen Charakter geprägt, der von Percussion-Instrumenten dominiert wird. Typisch ist der sogenannte „Bounce“-Rhythmus, der im Tanz umgesetzt wird. Der Tanz selbst ist lebhaft, dynamisch und ausdrucksstark, mit einer charakteristischen auf- und abfedernden Bewegung, dem sogenannten Samba-Bounce, sowie isolierten Hüftbewegungen. Getanzt wird häufig auf „1 a 2“, was dem Tanz seinen besonderen Rhythmus verleiht. Musik und Tanz sind auch bei der Samba eng miteinander verbunden, da die rhythmischen Akzente der Musik direkt in die federnden, fließenden Bewegungen übertragen werden und so ein energiegeladenes und mitreißendes Gesamtbild entsteht.

Salsa

Feurige Klänge aus Kuba
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Bachata

Dominikanische Klänge
Die Bachata ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der aus der Dominikanische Republik stammt und sich seit den 1960er-Jahren entwickelt hat. Die Musik steht meist im 4/4-Takt, hat ein mittleres bis langsames Tempo und ist durch ihren gefühlvollen Charakter geprägt, wobei Gitarren eine zentrale Rolle spielen. Typisch ist der gleichmäßige Rhythmus, der im Tanz auf „1, 2, 3, Tap“ gezählt wird, wobei auf dem vierten Schlag kein voller Schritt, sondern ein Tap mit betonter Hüftbewegung erfolgt. Der Tanz ist eng, weich und fließend, mit vielen Hüftaktionen und einer starken Verbindung zwischen den Tanzpartnern, was ihm einen intimen und romantischen Ausdruck verleiht. Musik und Tanz sind bei der Bachata eng miteinander verbunden, da die sanften, gleichmäßigen Rhythmen der Musik direkt in die ruhigen, gefühlvollen Bewegungen umgesetzt werden und so ein harmonisches und emotionales Gesamtbild entsteht.

Foxtrott

Der gemütliche Tanz
Der Foxtrott ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA entstand und nach dem Vaudeville-Künstler Harry Fox benannt wurde. Die Musik steht im 4/4-Takt und ist gleichmäßig sowie fließend, meist in mittlerem Tempo gehalten. Typisch ist der Rhythmus „Slow – Slow – Quick – Quick“, der die Grundlage für die Tanzschritte bildet. Der Tanz zeichnet sich durch lange, gleitende Bewegungen, eine elegante Haltung und ein ruhiges, kontinuierliches Fortbewegen über die Tanzfläche aus. Im Gegensatz zu den lateinamerikanischen Tänzen wirkt der Foxtrott weniger verspielt, dafür aber besonders weich und geschmeidig. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da die gleichmäßige Struktur der Musik direkt in die fließenden, raumgreifenden Bewegungen umgesetzt wird und so ein harmonisches und elegantes Gesamtbild entsteht.

Quickstep

Der "Ballroom"-Tanz
Der Quickstep ist sowohl ein Musikstil als auch ein schneller, eleganter Tanz aus dem Bereich der Standardtänze, der sich in den 1920er-Jahren in den USA und in Großbritannien aus dem Foxtrott und dem Charleston entwickelte. Die Musik steht im 4/4-Takt, ist sehr schnell und schwungvoll und wird oft von Big-Bands begleitet. Typisch ist der Rhythmus „Slow – Quick – Quick“, der jedoch deutlich schneller getanzt wird als beim Foxtrott. Der Tanz selbst ist leicht, federnd und sehr dynamisch, mit vielen schnellen Schritten, Drehungen, Läufen und Sprüngen über das Parkett. Charakteristisch ist das Gefühl von Leichtigkeit trotz des hohen Tempos, wobei die Bewegungen ständig in Fluss bleiben und eine elegante, fast schwebende Wirkung erzeugen. Musik und Tanz sind beim Quickstep eng miteinander verbunden, da die schnelle, swingende Struktur der Musik direkt in die lebhaften, raumgreifenden Bewegungen umgesetzt wird und so ein energiegeladenes und elegantes Gesamtbild entsteht.

Slowfox

Der elegante Schwebetanz
Der Slowfox ist sowohl ein Musikstil als auch ein eleganter Standardtanz, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA aus dem Foxtrott entwickelt hat und später vor allem in Europa weiter verfeinert wurde. Die Musik steht im 4/4-Takt, ist langsam bis mittelschnell und wirkt fließend, ruhig und sehr gleichmäßig. Typisch ist der Rhythmus „Slow – Slow – Quick – Quick“, der im Tanz jedoch besonders weich und kontinuierlich ausgeführt wird. Der Tanz zeichnet sich durch große, gleitende Schritte, eine aufrechte, elegante Haltung und eine scheinbar mühelose Bewegung über die Tanzfläche aus. Besonders wichtig ist der kontinuierliche Fluss der Bewegung, bei dem kaum sichtbare Stopps entstehen, wodurch der Slowfox sehr anspruchsvoll und technisch präzise wirkt. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da die ruhige, gleichmäßige Struktur der Musik direkt in die sanften, raumgreifenden Bewegungen umgesetzt wird und so ein harmonisches, edles Gesamtbild entsteht.

Tango

Der Tango ist sowohl ein Musikstil als auch ein Tanz, der Ende des 19. Jahrhunderts in den Grenzregionen von Argentinien und Uruguay entstanden ist, besonders im Raum Buenos Aires und Montevideo. Die Musik steht meist im 2/4- oder 4/4-Takt und hat einen markanten, oft dramatischen Rhythmus mit starken Akzenten und charakteristischen Pausen. Typisch ist eine klare, betonte Struktur, die Spannung aufbaut und wieder löst. Der Tanz selbst ist geprägt von intensiver Körperspannung, enger Partnerverbindung und präzisen, oft scharf gesetzten Bewegungen, darunter Gehschritte, Drehungen und charakteristische „Stopps“. Im Gegensatz zu vielen anderen Tänzen wirkt der Tango weniger verspielt, sondern eher leidenschaftlich, dramatisch und ausdrucksstark. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da die markanten rhythmischen Akzente und Pausen der Musik direkt in die kontrollierten, spannungsgeladenen Bewegungen umgesetzt werden und so ein intensives, emotionales Gesamtbild entsteht.

Langsamer Walzer

Der Langsamer Walzer ist ein klassischer Standardtanz, der sich im 19. Jahrhundert in Europa aus früheren Walzerformen entwickelt hat und heute zu den wichtigsten Turniertänzen gehört. Die Musik steht im 3/4-Takt und ist langsam, fließend und sehr gleichmäßig, wodurch sie einen ruhigen und eleganten Charakter bekommt. Typisch ist der „1–2–3“-Rhythmus, wobei der erste Schlag betont wird und die Bewegung weich durch die Takte gleitet. Der Tanz zeichnet sich durch große, geschwungene Drehungen, lange Gleitschritte und eine aufrechte, elegante Haltung aus, die oft das Gefühl von Schweben über die Tanzfläche vermittelt. Paare bewegen sich in kontinuierlichen Kreisen durch den Raum, wodurch ein harmonischer, fließender Gesamteindruck entsteht. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da die gleichmäßige, dreiteilige Struktur der Musik direkt in die weichen, schwingenden Bewegungen umgesetzt wird und so ein besonders elegantes und ruhiges Gesamtbild entsteht.

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer ist sowohl ein Musikstil als auch ein sehr schneller, klassischer Gesellschaftstanz, der sich im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in der Österreich, besonders in Wien, entwickelt hat. Die Musik steht im 3/4-Takt und ist deutlich schneller als der Langsame Walzer, mit einem durchgehenden, schwungvollen Rhythmus. Typisch ist der „1–2–3“-Takt, bei dem jeder Takt gleichmäßig durchgetanzt wird, oft ohne Pausen zwischen den Drehungen. Der Tanz selbst besteht aus kontinuierlichen Drehbewegungen, bei denen sich die Paare elegant und schnell im Kreis über das Parkett bewegen. Charakteristisch sind die aufrechte Haltung, die enge Tanzverbindung und das Gefühl von Leichtigkeit trotz des hohen Tempos. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da der gleichmäßige, schnelle 3/4-Rhythmus der Musik direkt in die fließenden, rotierenden Bewegungen umgesetzt wird und so ein dynamisches, elegantes und sehr schwungvolles Gesamtbild entsteht.

Line Dance

Der Line Dance ist sowohl ein Tanzstil als auch eine Tanzform, bei der einzelne Tänzer in Reihen (Lines) hinter- und nebeneinander tanzen, ohne festen Partner. Er ist besonders in den USA populär geworden und eng mit Country- und Westernmusik verbunden, wird heute aber auch zu Pop, Rock und vielen anderen Musikrichtungen getanzt. Die Musik hat je nach Stil meist einen klaren 4/4-Takt mit gut hörbarem Beat, der das Tanzen im Gleichschritt erleichtert. Typisch ist, dass eine feste Schrittfolge („Choreografie“) immer wiederholt wird und alle Tänzer gleichzeitig dieselben Bewegungen ausführen, oft mit Drehungen, Schrittfolgen und kleinen Akzenten. Der Tanz selbst ist leicht zu lernen, da er ohne Partner funktioniert, und wirkt durch die Synchronität der Gruppe besonders dynamisch und mitreißend. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da der klare Rhythmus der Musik direkt in die festgelegten Schrittfolgen umgesetzt wird und so ein gemeinsames, harmonisches Gruppenbild entsteht.

HipHop

Der Hip-Hop ist sowohl ein Tanzstil als auch eine Kulturbewegung, die in den 1970er-Jahren in den USA, besonders in Stadtteilen von New York City, entstanden ist. Die Musik basiert auf Hip-Hop-Beats mit starkem Rhythmus im 4/4-Takt, geprägt durch Drums, Bass und oft gesampelte Sounds. Typisch ist ein klarer, treibender Beat, zu dem sich der Tanz flexibel anpasst. Der Tanz selbst ist sehr vielseitig und umfasst viele Stile wie Breaking, Popping, Locking und Freestyle. Charakteristisch sind rhythmische, oft isolierte Bewegungen einzelner Körperteile, schnelle Footwork-Elemente, kreative Übergänge und viel Improvisation. Hip-Hop ist weniger festgelegt als klassische Paartänze und lebt stark von persönlichem Ausdruck, Style und Individualität. Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, da der Beat direkt die Bewegungen bestimmt und Tänzer oft spontan auf einzelne Sounds, Bass-Schläge oder Breaks reagieren, wodurch ein dynamisches, energiegeladenes und sehr freies Gesamtbild entsteht.

K-Pop

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